Schon im Sommer laufen unsere Gedanken Richtung Ernte hin. Wie weit sind die Oliven im Juli schon? Prognosen zur Ernte. Olivenfliege unter Kontrolle? Wann legen wir los? Ende Oktober oder doch erst im November?

Die Ernte - Ein Prozess der Liebe und des Respekts


Wir haben großes Glück mit unserem fähigen, tüchtigen Team, das uns jedes Jahr unterstützt: Dimitris, Alexandra, Dimitra und Stratis. Fast alle nehmen sich von ihrem Job frei, um Zeit für die Erntewochen zu schaffen. Je nach Wetter (die besten Tage sind sonnig, aber nicht zu warm) geht es um sieben los. Zuerst werden die riesigen dunkelgrünen Netze (13 x 5 m?) ausgelegt, gleich für drei oder vier Bäume gleichzeitig.


Dann wird Dinos, der laute Brummer (die Maschine, mit der die Oliven von den langen, Ästen gestreift werden) in Position gebracht. Alexandra ist die Spezialistin dafür.


Dimitris, der Capo, steigt mit der Säge auf die Leiter und schneidet die Äste heraus, die im kommenden Jahr nichts oder wenig tragen werden. Die landen unterm Baum und werden aufgeteilt. Die krummen, kleineren werden mit den Handkämmen abgezogen. Die anderen neben dem Dinos gestapelt.
Nach der Säge kommen die sogenannten Lanares, große mechanische Kämme mit langen beweglichen Zinken, die auf langen Stielen sitzen und mit denen die am Baum verbliebenen Oliven aus den Ästen gekämmt und gerüttelt werden. Das passiert in wechselnder Besetzung, weil es sehr anstrengend ist, in dieser Position immer nach oben zu schauen und die Arme immer wieder mit diesem Gewicht zu strecken.


Wenn der erste Baum abgeerntet ist, manchmal auch schon der zweite, werden die Oliven in den Netzen zusammengeschüttet, damit sie mit dem Eimer zum Sortiertisch, der immer mitwandert, transportiert werden, wo die Oliven von den gröbsten Ästchen, Steinchen und Blättern getrennt werden und noch einmal ihre Beschaffenheit kontrolliert werden kann. Der Job zwischendurch, wenn es gerade nichts zu kämmen gibt oder anderes zu tun. So wird Kiste um Kiste gefüllt.


Zwei bis drei Pausen machen wir, bei denen herzhaft gescherzt und gegessen wird, vor allem, wenn wir gut vorankommen. Irgendjemand hat meist etwas Interessantes dabei, manchmal extra gekocht zuhause.


Nach vier Uhr werden die leuchtend roten Erntekisten aufgeladen und nach Astros zur Ölmühle gefahren. Für die, die unterwegs sind, ist dann hoffentlich vor acht Uhr Feierabend!
